Aufenthalt der französischen Gäste in Bad Windsheim vom 20. bis 27. April 2026 im Rahmen des Frankreichaustauschs in den Jahrgangsstufen 9, 10 und 11

Spät abends gegen 22 Uhr am 23. April fuhr der Bus der Franzosen auf den Schießwasen, nach der langen Reise war er endlich in Bad Windsheim angekommen. Mit Umarmungen, Handschlägen und Begrüßungen, begleitet von einem Mix aus Französisch, Englisch und Deutsch wurden die schweren Koffer den müden Gästen abgenommen und diese in ihr Zuhause für die nächsten sieben Tage gefahren. 

Am darauffolgenden Samstag waren alle wieder fit und ausgeruht beim deutsch-französischen Abend in der Schule mit dabei. Nach einer jeweils auf Deutsch und Französisch gehaltenen Eröffnungsrede stürzte man sich begierig auf die zahlreichen Pizzakartons – welche am Ende alle leer waren – sowie verschiedenste von den Gasteltern dankenswerterweise mitgebrachte Salate, Kuchen und weitere Köstlichkeiten aus der deutschen Küche. Vor im Hintergrund laufenden Bildern vom Aufenthalt der Deutschen im März in Frankreich wurde gegessen, während über die Erlebnisse der schon vergangenen und noch kommenden Zeit hier in Deutschland auch schon eifrig diskutiert wurde.  

Nach einem spannenden gemeinsamen Fußballspiel wurden die Lautsprecher aufgedreht, denn Karaoke durfte selbstverständlich nicht fehlen. Auch die eine oder andere Lehrkraft wagte es mitzusingen – erfolgreich, wie der große Applaus zeigte. Die eine oder andere Tanzeinlage folgte; aufgrund der stets ausgelassenen Stimmung dauerte die Veranstaltung viel länger als ursprünglich gedacht. 

Am Montag ging es in aller Frühe zum Bus und auf eine lange Fahrt nach Füssen, um sich anschließend Schloss Neuschwanstein anzuschauen. Der Aufstieg zur populären Kulturstätte schien anstrengend, doch der rege Austausch mit den Franzosen und der grandiose Anblick der Natur machten die Wanderung höchst interessant. Oben angekommen wagten sich einige auf die nun wieder geöffnete Marienbrücke, um postkartenreife Fotos für die Eltern zu schießen. Zu guter Letzt gab es eine Führung mit Audioguide innerhalb des Schlosses, welche am Ende leider allerdings nicht genug Zeit bot, um sich die atemberaubende Wandmalerei und aufwändig verzierten Möbel anzuschauen.  

Die Atmosphäre bei der Rückfahrt war genauso ausgelassen wie auch bei jeder anderen Busfahrt mit den Franzosen; langsam wurden die Stimmen auf der hinteren Sitzbank lauter, bis jede und jeder nach Herzenslust zu „Diamonds“ von Rihanna sang. 

Neue Freundinnen und Freunde gehen zu lassen war so schwer, doch eine Woche später in den Morgenstunden des 30. April ging es trotzdem viel zu schnell schon zurück nach Frankreich. Nach den letzten tränenreichen Umarmungen winkten alle noch lange, bis kein Franzose mehr in Sicht war und es wieder hieß, normal in die Schule zu müssen.
 Sehr herzlich danken wir der Stadt Bad Windsheim und ganz besonders dem Bezirk Mittelfranken für die überaus großzügige finanzielle Unterstützung des Frankreichaustauschs.
  

Julius Daut, 11a