Zusammenwachsen auf dem Schwanberg

In der Woche vom 16. bis 20. März 2026 machten sich die Klassen 5a, 5b und 5c jeweils für drei Tage auf den Weg zum Schwanberg – im Gepäck die Vorfreude auf gemeinsame Erlebnisse und das Ziel, als Klassen stärker zusammenzuwachsen.

Während die 5b sich auch Ende März von feinstem Aprilwetter nicht die Laune verderben ließ, genossen 5b und 5c in der zweiten Wochenhälfte strahlenden Frühling. Unabhängig vom Wetter folgten die Tage aber stets einem leichten Rhythmus und öffneten bewusst viel Raum für gemeinschaftliches Freispiel. Dabei wurde zum Beispiel im Falle der 5C ganz von selbst ein wichtiges Thema abgeräumt, nämlich die Regeln des beliebten Tischballs. Was in den Pausen daheim oft zu Reibereien geführt hatte, wurde nun gemeinsam und schriftlich festgehalten. Dieses Aushandeln – zuhören, abwägen, entscheiden – wirkte wie ein kleines Trainingslager für faires Miteinander. 

Das weitere angeleitete Programm war so bunt wie die Gruppen. Mal zeichnete jede und jeder sein eigenes Wappen, mal ließ man sich über und unter einem Schwungtuch auf lustige Spiele ein oder wurde selbst zur Spielfigur beim „Silent Schach“. Auch eine Rallye zur Erkundung des Geländes in zufällig zusammengewürfelten Teams konnte nur gemeinsam gelingen. Später trieb das Chaosspiel alle zu Höchstleistungen. Skurrile Aufgaben wie das Verfassen eines fünfzeiligen Liebesbriefs, das Herbeischaffen von zehn Hausschuhen oder Nachahmen von unterschiedlichen Tieren forderten Kreativität, Absprachen und Tempo. Zwischendurch wurde in den Programmpausen auf dem Keltenspielplatz dann immer wieder die Drehscheibe derart in Schwung gebracht, dass sie sprichwörtlich zu glühen schien – ein Bild, das vermutlich viele mit nach Hause nehmen.

Doch auch wenn die Dämmerung fiel, ging es munter weiter. So bestaunten wir bei einer Nachtwanderung den Sternenhimmel über uns und übten uns im Anpirschen. Zuhause angekommen ließen wir beim Werwolf-Spielen unser schauspielerisches Talent aufblitzen und lernten, wie viel Vertrauen in einer Runde entstehen kann, in der man mal täuscht und mal beschützt.

Immer wieder gab es Raum für Gespräche, für ungeplante Entdeckungen und für dieses einfache, wertvolle und wertungsfreie Beieinandersein, das man im Schulalltag oft vermisst. Was positive Bewertungen wiederum bewirken können, kam in der Abschlussreflexion zum Vorschein. Kurz vor der Abreise erhielt jede und jeder eine „schriftliche warme Dusche“: wertschätzende Rückmeldungen von Mitschülerinnen und Mitschülern, oft mit wohlwollenden Beobachtungen über Menschen, mit denen man zuvor möglicherweise kaum zu tun gehabt hatte. Diese Sammlung freundlicher Sätze ließ viele auf der Rückreise im Bus lächeln – und machte spürbar, wie viel in drei Tagen wachsen kann.

OStRin Klingert