Wissenschaftliches Arbeiten muss nicht trocken, weltfremd und abstrakt sein. Das zeigte mustergültig die diesjährige Wissenschaftswoche des GWSG, in der es darum ging, das allen Schülerinnen und Schülern bestens vertraute Mittelfranken aus dem Blickwinkel und mit den Fragestellungen verschiedener universitärer Disziplinen ganz neu kennen zu lernen und dabei gleichzeitig mit grundlegenden methodischen Ansätze wissenschaftlichen Arbeitens vertraut zu werden. Aus germanistischer Sicht (Unterrichtsfach Deutsch) ging es um eine kleine Feldforschung zu dialektalen Varianten innerhalb Mittelfrankens, unter historischen Aspekten wurde die Geschichte Nürnbergs im Nationalsozialismus erforscht. Eine Gruppe in Politik und Gesellschaft beschäftigte sich mit dem Thema Kommunalpolitik und interviewte Politikerinnen und Politiker (Stadträtin Desch, Bürgermeister Heckel und Landrat Dr. von Dobschütz- siehe Foto-), denen für ihre Gesprächsbereitschaft und ihre Zeit an dieser Stelle noch einmal sehr ausdrücklich gedankt sei. Maria Sybilla Merian, eine Naturforscherin und Künstlerin, stand im Zentrum der Untersuchungen und Recherchen im Fach Kunst. Auch die Naturwissenschaften nahmen unsere Region und ihre Besonderheiten in den Blick: In Mathematik ging es um das fränkische Kartenspiel Schafkopf, in Physik um Simon Marius, den Hofastronomen des Markgrafen von Ansbach, in Chemie um das innovative Potenzial der Region in Sachen Nachhaltigkeit. Das Fach Wirtschaft und Recht beschäftigte sich mit den Forschungen Georg Wilhelm Stellers, des Namensgebers unserer Schule, in Russland, eine Gruppe in Latein behandelte Unterschiede zwischen antiker und moderner Badekultur am Bespiel der Thermen von Weißenburg und der Frankentherme Bad Windsheim.
Die Themen wurden in Kleingruppen von drei bis fünf Schülerinnen und Schülern erarbeitet und die Ergebnisse den Mitschülerinnen und Mitschülern der gesamten Jahrgangsstufe am letzten Tag der Wissenschaftswoche präsentiert. Das eigenständige Arbeiten und die lebensnahen konkreten Fragestellungen verschafften der Jahrgangsstufe einen ersten motivierenden Zugang zu wissenschaftlichem Arbeiten, der in den W- Seminaren der Jahrgangsstufen 12 und 13 weiter vertieft werden wird.
StD Streb

