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England
Drei Monate in England - Adrian Summ
Um meiner großen Schwester Franziska, die bereits drei Monate in Québec gewesen ist, in nichts nachzustehen habe ich mich in der 10. Klasse dazu entschieden, mich ebenfalls für eine längere Zeit ins Ausland zu begeben. Es war auch nicht schwer, meine Eltern von dieser Idee zu überzeugen. Also bewarb ich mich beim BJR für einen dreimonatigen Aufenthalt in England. Über die Zusage, die einige Monate später kam, freute ich mich dann riesig, da es neben mir noch viele andere Interessenten gab. Und bald war es auch schon soweit. Der Koffer war gepackt und ich fertig, in das Geburtsland des Fußballs und des Linksverkehrs zu reisen. Inmitten einer Gruppe aus anderen bayerischen Schülern begab ich mich mit gemischten Gefühlen zum Terminal 1 in München wo ein Flieger auf uns wartete. Nach der Ankunft am Manchester City Airport wurden wir in eine Jugendherberge gefahren. Von dort aus sind wir auf unsere Gastfamilien verteilt worden. Mein neues Zuhause, Kirkby Stephen, befand sich an der schottischen Grenze und war sowohl für seine schöne Landschaft, als auch für Starkregen bekannt. An der Schule dort konnte ich dann schon mal Kollegstufenluft in der sixth Form schnuppern. Mein Stundenplan bestand nur aus 4 Fächern: Design&Technology, Media Studies, Psychology und PE-Theory, womit ich dann auf 16 Wochenstunden kam. Dies brachte mir eine große Anzahl an Freistunden ein. In diesen konnte ich mit den anderen Sixthformern entweder Pokern oder, da meine Schule eine Sportschule war, Tennis, Fußball und Hockey spielen. Die Wochenenden waren für mich die Zeit, in der ich mit meinen Freunden Britanniens Städte wie Leeds, Carlisle, Edinburgh und Manchester besuchte. Trotz all der schönen Dinge in Kirkby, gab es leider auch einen großen Wehrmutstropfen: Meine Gastmutter schien sich durch mich in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkt zu fühlen, woraus ich die Konsequenz zog, eine Familie, bei der ich während des Englandaustausches in der 8. Klasse gewesen bin, anzurufen um meinen ehemaligen Gasteltern die Situation zu schildern. Glücklicherweise hatten diese volles Verständnis und nahmen mich für die letzten zwei Wochen meines Aufenthalts bei sich auf. Zurückblickend kann ich heute sagen, dass die drei Monate in England alles in allem eine tolle Erfahrung waren, die ich auf jeden Fall wiederholen und jedem Interessenten empfehlen würde.