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Camilla Schneider
5 Monate Australien Camilla Schneider
Wenn Badeverbot wegen Krokodilen und tödlichen Quallen im Meer angesagt ist und giftige Spinnen im Garten zum Alltag gehören, dann handelt es sich wahrscheinlich um die Gegend bei Cairns im Nordosten Australiens.
Von Juli bis Dezember verbrachte ich dort mit meinen sehr netten Gasteltern, bei denen ich mich wie zu Hause gefühlt habe, eine wunderschöne Zeit, in der ich viele neue Erfahrungen gemacht habe. Die oft beschriebene Gelassenheit der Australier habe ich kennen und lieben gelernt und sehr viel neues erlebt. Besonders in Erinnerung bleiben mir das Schnorcheln und Tauchen im Great Barrier Reef, Sky Diving (Tandem Fallschirmsprung) und die Tage in Sydney. Unvergesslich sind eine unbeschreiblich erlebnisreiche Woche im Outback, mein Geburtstag mit einem Kuchen in Form eines Kängurus und den Farben der deutschen Flagge, aber vor allem eine 4-tägige Hiking Tour auf einer einsamen Insel.
Als Höhepunkt meiner Outdoor Education Klasse ging es nach 3 anstrengenden Testhikes auf nach Hinchinbrook Island. Voll bepackt mit Schlafsäcken,
Zelten, Kleidung, Gasbrennern und Verpflegung wanderten wir bis zu 7 Stunden täglich bei über 30°C und 15 kg Gepäck auf dem Rücken durch den Regenwald und am Strand entlang. Trinkwasser bekam man aus den Bächen und am Ende jeden Tages wartete eine Abkühlung an
einem Wasserfall. Es gab jedoch keine Zivilisation, was bedeutete, dass man Handyempfang, Toiletten und Duschen vergeblich suchte. Doch trotz der Anstrengung und des Verzichts auf alltägliche Dinge wurde die Tour zu etwas Einmaligen, denn die eindrucksvolle Landschaft und ungerührte Natur war einfach wunderschön.
Auch wenn ich mich am Ende wieder auf daheim gefreut habe, fiel mir es sehr schwer Australien und meine Gastfamilie zu verlassen, doch ich wusste, dass es nur ein Abschied auf Zeit sein würde….