10.5.2017 Flossenbürg III web
Am 10. Mai 2017 unternahmen wir, die 9. Klassen, eine Exkursion in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Flossenbürg. Aber warum in Flossenbürg? Der Grund für den Aufbau des KZs war der Granit-Steinbruch. In diesem mussten die „Minderwertigen“ ihre Strafen abarbeiten, durch die harte und brutale Arbeit kamen täglich viele ums Leben. Im Steinbruch wird auch heute noch Granit abgebaut. Das KZ Flossenbürg hatte ungefähr 100 Außenlager, im Hauptlager waren ca. 100.000 Menschen gefangen genommen, dort waren nur Männer. Von diesen sind mindestens 30 000 gestorben.

„Hier verloren wir nicht nur unsere Klamotten, sondern auch unsere Seelen“ (Aussage eines Überlebenden). Nach Ankunft im KZ wurden die Menschen nackt auf dem Appellplatz präsentiert, damit sie ihr Selbstwertgefühl verlieren. Der Kopf wurde kahl geschoren: Alle sollen gleich sein, keiner ist individuell. Sie wurden vom ersten Tag an gedemütigt und geschlagen, wobei man sich „glücklich“ schätzen konnte, wenn man wenn nur die regelmäßigen Schikanen überstehen musste. Hygiene wurde stark vernachlässigt. Eine Gefangenenbaracke, die eigentlich für 225 Personen gedacht  war, wurde von über 400 Inhaftierten genutzt und vor der Kapitulation Deutschland sogar von ca. 1000. Zu viele Menschen auf zu wenig Raum. Immer dieselbe Arbeitskleidung und keine Körperreinigung.

Man kann sich vorstellen wie heftig die stickige Luft in einer Baracke gestunken haben muss. Und wer krank war… wurde umgebracht.

Wir haben uns das Lagergelände anders vorgestellt. Irgendwie mehr erhaltene Gebäude, oder wenigstens eine nachgebaute Baracke.

Haben vielleicht ein seltsames Gefühl erwartet… aber eigentlich sieht das ehemalige Konzentrationslager wie ein ganz normaler Museumsplatz aus.
Auf dem Gelände sind sogar Wohnhäuser. 

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Pia Behringer, Sarah Hufnagel, Anja Swist