Zur Zeit findet im Klosterchor eine Ausstellung über Georg Wilhelm Steller statt. Weil unsere Schule nach ihm benannt ist, haben wir, die Klasse 10a, sie mit Herrn Herz, unserem Geschichtslehrer, besucht.

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Unsere Schüler bei der Steller-Ausstellung (Foto zeigt die Klasse 7b)

Geboren wurde Steller am 10. März 1709 in Windsheim, besuchte die örtliche Lateinschule, studierte danach Theologie und Medizin und zeigte bereits damals großes Interesse an Botanik. 1737 durfte er an der Zweiten Kamtschatka-Expedition teilnehmen. Für die knapp 10.000 km lange Reise nach Kamtschatka benötigte Steller mehr als zweieinhalb Jahre. Dabei betrieb er zahlreiche, genaue Forschungen. Schließlich erteilte der Expeditionsleiter Vitus Bering Steller die Genehmigung, an dem größten Abenteuer der Zweiten Kamtschatka-Expedition teilzunehmen, der geplanten Fahrt nach Amerika. Im August sichtete man schließlich Land: Alaska war entdeckt. Aber Bering drängte zur Rückreise. Dabei geriet das Schiff in die Herbststürme, erlitt Schiffbruch und strandete an einer unbewohnten Insel. Hier mussten die Männer unter härtesten Bedingungen in selbst gebauten Erdhütten überwintern. Aber auch hier forschte Steller und entdeckte bei einer seiner Exkursionen die nach ihm benannte Seekuh. Im Frühjahr 1742 bauten die Überlebenden aus Wrackteilen ein kleines Boot und kehrten damit im August schließlich nach Kamtschatka zurück. Dort stürzte sich Steller sofort wieder in seine Forschungstätigkeit. Im August 1744 begab er sich auf die Rückreise nach St. Petersburg. Auf ihr verstarb Steller am 12. November 1746, mit nur 37 Jahren, über 2.000 km östlich von Moskau in Tjumen in Sibirien an den Folgen eines heftigen Fiebers.

 

Steller war ein bedeutender Botaniker, der nicht nur die Seekuh, sondern viele Tierarten entdeckt hat. Außerdem hat er 160 Pflanzenarten dokumentiert. Damit hat er einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Sibiriens und Alaskas geleistet. Bemerkenswert ist auch, dass er sich für die Rechte eingeborener Völker, z.B. der Itelmenen, eingesetzt hat, damit diese nicht unterdrückt werden.

Klasse 10a