Nur für Männer?

 

Nicht ganz, denn diesmal  haben sich auch ein paar Mädchen unter die Jungs gemischt. Genau dazu ist der „Girls` Day“ gedacht: er ermöglicht Schülerinnen, sich in männerdominierten Berufen umzuschauen. Einmal im Jahr öffnen Unternehmen in ganz Deutschland ihre Türen und bieten ein Programm an, das Einblick in das jeweilige Fachgebiet geben soll.

So auch die Hochschule Ansbach, die wir am 27.04.2017 besuchten. Im Vorfeld hatten wir uns bereits für das Themengebiet „Angewandte Ingenieurwissenschaften bzw. Wirtschaftsingenieurwesen“ entschieden. Klingt recht trocken, aber in der Praxis war es recht spannend: denn wir durften, angeleitet von zwei netten Dozenten der Hochschule, Experimente im Chemielabor durchführen. Neben der Messung von Oberflächenenergien einiger Kunststoffe hat mir persönlich die Herstellung eines Nylonfadens am besten gefallen. Dieser ist, vereinfacht gesagt, so etwas wie eine hauchdünne Trennwand, die sich zwischen zwei Schichten aus mehreren chemischen Stoffen bildet. Faszinierend ist, dass sich dieser Film beim Aufwickeln bzw. beim Entfernen immer wieder neu bildet. Dadurch lässt sich ein langer Faden „spinnen“, den wir auf Glasstäbe aufgerollt haben.

Anschließend haben uns zwei Studentinnen über die Studiengänge und die Möglichkeiten an der Hochschule informiert.

Der Tag war sehr interessant und aufschlussreich und wir konnten uns ein Bild von einem wissenschaftlichen Studium machen, das eben nicht nur für Männer geeignet ist.

Magdalena Schöll

Zur Zeit findet im Klosterchor eine Ausstellung über Georg Wilhelm Steller statt. Weil unsere Schule nach ihm benannt ist, haben wir, die Klasse 10a, sie mit Herrn Herz, unserem Geschichtslehrer, besucht.

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Unsere Schüler bei der Steller-Ausstellung (Foto zeigt die Klasse 7b)

Geboren wurde Steller am 10. März 1709 in Windsheim, besuchte die örtliche Lateinschule, studierte danach Theologie und Medizin und zeigte bereits damals großes Interesse an Botanik. 1737 durfte er an der Zweiten Kamtschatka-Expedition teilnehmen. Für die knapp 10.000 km lange Reise nach Kamtschatka benötigte Steller mehr als zweieinhalb Jahre. Dabei betrieb er zahlreiche, genaue Forschungen. Schließlich erteilte der Expeditionsleiter Vitus Bering Steller die Genehmigung, an dem größten Abenteuer der Zweiten Kamtschatka-Expedition teilzunehmen, der geplanten Fahrt nach Amerika. Im August sichtete man schließlich Land: Alaska war entdeckt. Aber Bering drängte zur Rückreise. Dabei geriet das Schiff in die Herbststürme, erlitt Schiffbruch und strandete an einer unbewohnten Insel. Hier mussten die Männer unter härtesten Bedingungen in selbst gebauten Erdhütten überwintern. Aber auch hier forschte Steller und entdeckte bei einer seiner Exkursionen die nach ihm benannte Seekuh. Im Frühjahr 1742 bauten die Überlebenden aus Wrackteilen ein kleines Boot und kehrten damit im August schließlich nach Kamtschatka zurück. Dort stürzte sich Steller sofort wieder in seine Forschungstätigkeit. Im August 1744 begab er sich auf die Rückreise nach St. Petersburg. Auf ihr verstarb Steller am 12. November 1746, mit nur 37 Jahren, über 2.000 km östlich von Moskau in Tjumen in Sibirien an den Folgen eines heftigen Fiebers.

 

Steller war ein bedeutender Botaniker, der nicht nur die Seekuh, sondern viele Tierarten entdeckt hat. Außerdem hat er 160 Pflanzenarten dokumentiert. Damit hat er einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Sibiriens und Alaskas geleistet. Bemerkenswert ist auch, dass er sich für die Rechte eingeborener Völker, z.B. der Itelmenen, eingesetzt hat, damit diese nicht unterdrückt werden.

Klasse 10a

Am Freitag, 31.3.2017 fand eine Opernfahrt nach Würzburg ins Stadttheater statt.

Schülerinnen und Schüler von der 6. bis zur 12. Klasse sowie einige Lehrkräfte sahen sich das Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart an.

Dokuzentrum2016Dokuzentrum2016 3Am Dienstag, dem 20. Dezember 2016 sind wir zusammen mit Frau Markmann und Herrn Hofmann nach Nürnberg zum ehemaligen Reichsparteitagsgelände
gefahren, um uns genauer über die NS-Zeit zu informieren. Zuerst stand ein Rundgang über das ehemalige Gelände auf dem Programm: Nachdem wir am Bahnhof Dutzendteich angekommen waren, liefen wir zum beeindruckenden Zeppelinfeld, das größer als zwölf Fußballfelder ist. Um das Zeppelinfeld herum stehen 34 Türme, auf denen früher Fahnen und Scheinwerfer angebracht waren. Auf der großen Tribüne hatten wir einen guten Überblick und Frau Markmann erklärte uns den Ablauf der dort damals abgehaltenen Parteitage und machte uns bewusst, wie viele hunderttausend Menschen für Stunden auf dem riesigen Zeppelinfeld stehen mussten, während auf der Zeppelinhaupttribüne Reden gehalten wurden. Nachdem wir uns die Tribüne angesehen haben, sind wir zur 1,5 Kilometer langen Großen Straße, die für den Aufmarsch der Soldaten mit verschiedenfarbigen Steinen ausgelegt war.
Auf dem Weg zum Dokumentationszentrum besichtigten wir noch die Kongresshalle von außen, die Platz für rund 50.000 Menschen bieten sollte. In der Kongresshalle befindet sich das Dokuzentrum, hier konnten wir uns nach dem zweistündigen Rundgang bei eisigen Temperaturen erstmal aufwärmen.Dort wurden die Ereignisse der Machtübernahme und der Aufbau des NS-Staates dargestellt. Mit Audioguides konnte jeder selbständig durch die Ausstellung gehen. Beeindruckend waren die Bilder und Filmausschnitte aus der damaligen Zeit, die durch Interviews mit den Zeitzeugen veranschaulicht wurden. Dies hat dazu beigetragen dass man sich besser in die damalige Zeit hineinversetzen kann und die Entwicklung versteht. Abschließend können wir sagen, dass sich ein Besuch im Doku-Zentrum lohnt. Alles in allem war das ein sehr interessanter und informativer Tag.

 

 

Dokuzentrum2016 2Klasse 9a

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