Hausaufgabenregeln für Eltern

  1. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind an einem freundlichen, ungestörten, aufgeräumten Arbeitsplatz lernen kann.

  2. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie Hausaufgaben für wichtig halten. Ihr Interesse hilft dem Kind zu einer positiven Einstellung zu kommen. Hausaufgaben werden von den Kindern nur ernst genommen, wenn Eltern sie auch ernst nehmen.

  3. Übertreiben Sie jedoch Ihre Anteilnahme nicht und richten Sie keinen Schulbetrieb zu Hause ein. Eltern sollten nicht die „Nachhilfelehrer der Nation“ sein. Freuen Sie sich über gelungene Lernleistungen und bestätigen Sie dem Kind auch die Lernfortschritte.

  4. Hausaufgaben werden den Schülern gestellt - nicht den Eltern. Helfen Sie dem Kind nur, wenn es Sie darum bittet. Nehmen Sie ihm nicht das Denken ab, sonst verhindern Sie eigenständiges Arbeiten und täuschen sich und den Lehrer darüber, was Ihr Kind wirklich kann.

  5. Helfen Sie Ihrem Kind, die richtige Zeiteinteilung, also den
    optimalen Lernzeitraum und den besten Lernrhythmus zu finden. Drängen Sie nicht zu sehr und halten Sie Ihr Kind nicht vom Lernen ab.

  6. Dauerndes Nörgeln oder Schimpfen, Ungeduld oder Gleichgültigkeit helfen nicht weiter. Schaffen Sie Anreize für gezieltes, ausdauerndes und eigenverantwortliches Lernen zu Hause.

  7. „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser.“ Schauen Sie regelmäßig die Hefte nach getaner Arbeit durch. Auch die Anmerkungen der Lehrer können hilfreich sein.

  8. Wenn mehrere Schulkinder im Hause sind, sollte die Zeit der Hausaufgaben so gut wie möglich zusammengelegt werden. Die Hausaufgaben geschafft zu haben, gibt meistens ein gutes Gefühl. Man sollte nicht „Tag und Nacht“ nur von Schule reden oder an sie erinnert werden.

  9. Mündliche Aufgaben sind genauso wichtig wie Schriftliche! Sie häusliche Arbeit für die Schule ist also noch nicht beendet, wenn die aktuellen schriftlichen Pflichtaufgaben erledigt sind. Helfen Sie dem Kind bei den mündlichen Aufgaben durch Zuhören. Lassen Sie sich von Ihrem Kind ein Gedicht aufsagen, geschichtliche Zusammenhänge erklären oder eine Skizze anfertigen . Das Abfragen der Vokabeln ist eine bewährte Unterstützung. Zusammenarbeit und Publikum erhöhen die Lernmotivation.

  10. Die Hilfe der Eltern sollte für jedes Kind persönlich sein. Eine Atmosphäre des Verständnisses und Verstrauens stärkt das Selbstbewusstsein des Kindes. Bleiben Sie deshalb mit Ihrem Kind im Gespräch, auch und gerade bei schulischen Misserfolgen.

  11. Der Schulerfolg des Kindes und Heranwachsenden ist in der Regel umso größer, je mehr Anregungen gegeben werden, über das Soll der Hausaufgaben und der Schule hinaus den geistigen Horizont erweitern:

    • durch das Gespräch
    • durch sinnvolle Lernanregungen (Bücher, Bilder, Theaterbesuche)
    • durch Bereitschaft zum gemeinsamen Spiel / durch sinnvolle Freizeitangebote.

    Begrenzen Sie bitte den TV–Konsum und die Computer–Spielzeit auf ein vernünftiges Maß!

  12. Suchen Sie bitte rechtzeitig und regelmäßig den Kontakt mit den Lehrern. Auch sie kennen Ihr Kind und können Ratschläge geben. Umgekehrt kann eine konstruktive Rückmeldung von Ihrer Seite oder von Seiten des Schülers auch für Lehrer hilfreich sein.

Schulischen Erfolg und Freude beim Lernen wünscht Ihnen und Ihrem Kind als Schulpsychologin am GWSG!

Sandra Eckel